{"id":98,"date":"2026-10-22T13:31:31","date_gmt":"2026-10-22T13:31:31","guid":{"rendered":"https:\/\/auf-ein-wort.info\/?page_id=98"},"modified":"2026-10-22T13:34:03","modified_gmt":"2026-10-22T13:34:03","slug":"offene-briefe","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/auf-ein-wort.info\/?page_id=98","title":{"rendered":"Offene Briefe"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"aew-offene-briefe\" style=\"color:#26282a\">\n<header style=\"max-width:900px;margin-bottom:32px\">\n<p style=\"color:#94172b;font-size:13px;font-weight:bold;letter-spacing:.14em;text-transform:uppercase\">Ansprechen. Nachfragen. Dranbleiben.<\/p>\n<h2 style=\"font-size:clamp(28px,3vw,38px);line-height:1.2\">Der Ehrliche darf nicht der Dumme sein.<\/h2>\n<p>Wer im Salon Verantwortung \u00fcbernimmt, braucht faire Bedingungen. Deshalb haben wir uns immer wieder an die Politik gewandt: mit offenen Briefen, konkreten Fragen und der Bitte, die Wirklichkeit unseres Handwerks ernst zu nehmen.<\/p>\n<p>Hier f\u00fchren wir die Schreiben, Antworten und begleitenden Aktionen in Kurzform zusammen \u2013 von 2018 bis 2022. Denn eine Antwort ist wichtig. Entscheidend bleibt aber, was sich daraus f\u00fcr die Menschen im Handwerk ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p style=\"font-size:14px;color:#625b57\">Historische Dokumentation: \u00c4mter, Zahlen und politische Forderungen beziehen sich auf den jeweiligen Zeitpunkt, nicht auf die heutige Rechtslage. Undatierte Unterlagen stehen gesondert am Ende.<\/p>\n<\/header>\n<h2>2018 \u00b7 Faire Regeln f\u00fcr das Friseurhandwerk<\/h2>\n<section style=\"display:flex;flex-wrap:wrap;align-items:center;gap:28px;padding:28px;background:#fbfaf8;border:1px solid #e5ddd7;border-top:3px solid #94172b;margin:24px 0;box-shadow:0 5px 18px #26282a0a\">\n<div style=\"flex:3 1 500px;min-width:0\">\n<p style=\"font-size:13px;font-weight:bold;color:#94172b;letter-spacing:.08em\">20. AUGUST 2018 \u00b7 \u00d6FFENTLICHER AUFRUF<\/p>\n<h3>Offener Brief an Olaf Scholz<\/h3>\n<p>Mit dem im Juli verfassten und am 20. August ver\u00f6ffentlichten Brief wandte sich Ren\u00e9 Krombholz an den damaligen Bundesfinanzminister und weitere politische Verantwortliche. Im Mittelpunkt standen die Kleinunternehmerregelung, unterschiedliche Wettbewerbsbedingungen und die wirtschaftliche Absicherung kleiner Salons.<\/p>\n<p>Die Forderungen: eine zeitliche Begrenzung der Umsatzsteuerbefreiung, wirksame Kontrollen auch kleiner Betriebe und keine zus\u00e4tzlichen Anreize, Ums\u00e4tze dauerhaft niedrig zu halten. Ausbildung, faire L\u00f6hne und Altersvorsorge sollten sich wieder tragen k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/div>\n<figure style=\"flex:1 1 200px;min-width:0;margin:0;text-align:center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/auf-ein-wort.info\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/offener-brief-scholz-2018.jpg\" alt=\"Historisches Aktionsmotiv zum offenen Brief an Olaf Scholz: Der Ehrliche darf nicht der Dumme sein.\" style=\"width:100%;max-width:300px;height:auto\" \/><figcaption style=\"font-size:12px;color:#625b57;margin-top:8px\">Aktionsmotiv von 2018 \u00b7 Der faire Salon \/ Fotolia<\/figcaption><\/figure>\n<\/section>\n<section style=\"padding:24px 0;border-bottom:1px solid #ded5ce\">\n<p style=\"font-size:13px;font-weight:bold;color:#94172b;letter-spacing:.08em\">21. BIS 31. AUGUST 2018 \u00b7 DIE AKTION WIRD BREITER<\/p>\n<h3>Presse, Innungen und Politik werden angesprochen<\/h3>\n<p>TOP HAIR International und Friseurwelt griffen den Aufruf auf. Laut Aktionsagenda ging am 21. August eine Pressemitteilung an rund 200 Tageszeitungen. Es folgten die Landesinnungsverb\u00e4nde, eine weitere Presseinformation und Schreiben an politische Spitzen. Ende August wurden \u00fcber 500 Bundestagsabgeordnete per E-Mail angesprochen.<\/p>\n<p>Die begleitenden Texte \u201eRettet das Handwerk\u201c und die Presseerkl\u00e4rung verbanden die Steuerfrage mit Nachwuchsmangel, B\u00fcrokratie und fehlenden Kontrollen. R\u00fcckmeldungen aus Salons und Innungen zeigten Unterst\u00fctzung; einzelne Kollegen leiteten den Brief an ihre Abgeordneten weiter.<\/p>\n<\/section>\n<section style=\"padding:24px 0;border-bottom:1px solid #ded5ce\">\n<p style=\"font-size:13px;font-weight:bold;color:#94172b;letter-spacing:.08em\">14. SEPTEMBER 2018 \u00b7 NACHFRAGE<\/p>\n<h3>Offener Brief an Johannes Kahrs<\/h3>\n<p>Nach einem Fernsehauftritt des damaligen haushaltspolitischen Sprechers der SPD fragte Krombholz nach: Wie sollten eine gerechte Besteuerung und wirksame Pr\u00fcfungen auch im kleinen Friseurbetrieb erreicht werden? Zugleich kritisierte er die bis dahin ausbleibende politische R\u00fcckmeldung. Im Kern stand die Frage, wie angek\u00fcndigte Ziele im Salonalltag ankommen.<\/p>\n<\/section>\n<section style=\"padding:24px 0;border-bottom:1px solid #ded5ce\">\n<p style=\"font-size:13px;font-weight:bold;color:#94172b;letter-spacing:.08em\">5. OKTOBER 2018 \u00b7 ANTWORT AUS DER FDP<\/p>\n<h3>Christian D\u00fcrr antwortet f\u00fcr die Fraktionsspitze<\/h3>\n<p>Auf das Anschreiben an Christian Lindner antwortete Christian D\u00fcrr. Er erl\u00e4uterte den Vereinfachungszweck der Kleinunternehmerregelung, sah aber m\u00f6gliche Verzerrungen in Bereichen mit geringem Vorsteuerabzug. Einer zeitlichen Begrenzung r\u00e4umte er wenig Erfolgschancen ein. Ausdr\u00fccklich unterst\u00fctzte er hingegen ausreichende Kontrollen gegen Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung \u2013 auch bei kleinen Unternehmen.<\/p>\n<\/section>\n<section style=\"padding:24px 0;border-bottom:1px solid #ded5ce\">\n<p style=\"font-size:13px;font-weight:bold;color:#94172b;letter-spacing:.08em\">ETWA NOVEMBER 2018 \u00b7 BILANZ NACH DREI MONATEN<\/p>\n<h3>Nachhaken statt abhaken<\/h3>\n<p>Die Zwischenbilanz berichtete von fast 1.000 Downloads des offenen Briefes und weiteren Kontakten zu Politikern vor Ort. \u00dcber Kollegen erreichten uns R\u00fcckmeldungen von Jan-Marco Luczak und Anja Karliczek. Sie verwiesen unter anderem auf die Kassennachschau und geplante Ma\u00dfnahmen gegen Kassenmanipulation.<\/p>\n<p>Eine erg\u00e4nzende Nachfrage an das Bundesfinanzministerium stellte die Kernfragen erneut: Ist eine zeitliche Begrenzung m\u00f6glich? Wie werden Kontrollen und gleiche Chancen sichergestellt? Die positive Resonanz aus der Branche ersetzte f\u00fcr uns noch keine L\u00f6sung.<\/p>\n<\/section>\n<section style=\"display:flex;flex-wrap:wrap;align-items:center;gap:28px;padding:28px;background:#fbfaf8;border:1px solid #e5ddd7;border-top:3px solid #94172b;margin:28px 0;box-shadow:0 5px 18px #26282a0a\">\n<figure style=\"flex:1 1 200px;min-width:0;margin:0;text-align:center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/auf-ein-wort.info\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/offene-briefe-antwort-bmf.jpg\" alt=\"Historisches Aktionsmotiv: Antwort aus dem Bundesfinanzministerium.\" style=\"width:100%;max-width:300px;height:auto\" \/><figcaption style=\"font-size:12px;color:#625b57;margin-top:8px\">Archivmotiv zur politischen Antwort<\/figcaption><\/figure>\n<div style=\"flex:3 1 500px;min-width:0\">\n<p style=\"font-size:13px;font-weight:bold;color:#94172b;letter-spacing:.08em\">6. DEZEMBER 2018 \u00b7 BUNDESFINANZMINISTERIUM<\/p>\n<h3>Die Antwort von Staatssekret\u00e4r Rolf B\u00f6singer<\/h3>\n<p>Nachdem eine direkte Antwort auf den offenen Brief ausgeblieben war, wurde \u00fcber den Bundestagsabgeordneten Andreas Rimkus nachgehakt. Das an ihn adressierte Schreiben des Ministeriums vom 6. Dezember 2018 liegt als Kopie vor. Es erl\u00e4uterte die damalige europarechtliche Grundlage und erkl\u00e4rte, eine Beschr\u00e4nkung auf die Gr\u00fcndungsphase oder einzelne Branchen sei darin nicht vorgesehen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig benannte das Schreiben m\u00f6gliche Wettbewerbsverzerrungen und den Zielkonflikt zwischen Vereinfachung, Entlastung und Gleichbehandlung. Eine konkrete Zusage zur geforderten Reform enthielt es nicht. F\u00fcr uns war das eine inhaltliche Antwort \u2013 aber noch keine Ver\u00e4nderung der beanstandeten Situation.<\/p>\n<\/div>\n<\/section>\n<h2 style=\"margin-top:45px\">2022 \u00b7 Fachkr\u00e4fte, Fairness und Verantwortung<\/h2>\n<section style=\"padding:28px;background:#fbfaf8;border:1px solid #e5ddd7;border-top:3px solid #94172b;margin:24px 0;box-shadow:0 5px 18px #26282a0a\">\n<p style=\"font-size:13px;font-weight:bold;color:#94172b;letter-spacing:.08em\">12. JULI 2022 \u00b7 OFFENER BRIEF<\/p>\n<h3>An Hubertus Heil und Robert Habeck<\/h3>\n<p>Der gemeinsame offene Brief an den damaligen Bundesarbeitsminister und Bundeswirtschaftsminister stellte einen Widerspruch in den Mittelpunkt: Salons suchen Mitarbeiter, w\u00e4hrend ausgebildete Friseure arbeitslos gemeldet sind. Krombholz schilderte Erfahrungen aus der eigenen Personalsuche und forderte bessere Vermittlung, einen konsequenten Umgang mit nachgewiesener Schwarzarbeit und faire Wettbewerbsbedingungen.<\/p>\n<p>Der Brief verband dies mit der Kleinunternehmerregelung und der Frage, wie gute L\u00f6hne und verantwortungsvoll gef\u00fchrte Betriebe wirtschaftlich bestehen k\u00f6nnen. Im Namen der D\u00fcsseldorfer Friseurinnung lud er die Politik zum Austausch ein. Die einzelnen Anschreiben an Heil und Habeck sowie die Pressefassung \u201eSommer 22\u201c geh\u00f6ren zu dieser gemeinsamen Aktion.<\/p>\n<p style=\"font-size:14px;color:#625b57\">Eine Antwort der beiden Ministerien ist in den bereitgestellten Unterlagen nicht enthalten. Einzelne pers\u00f6nliche Erfahrungen werden hier nicht als Beleg f\u00fcr das Verhalten aller Arbeitsuchenden dargestellt.<\/p>\n<\/section>\n<h2 style=\"margin-top:45px\">Weitere Unterlagen ohne gesichertes Datum<\/h2>\n<p style=\"color:#625b57\">Diese Texte erg\u00e4nzen die Themen, lassen sich aber anhand der vorliegenden Fassungen nicht taggenau in die Chronologie einordnen.<\/p><section style=\"padding:24px 0;border-bottom:1px solid #ded5ce\"><h3>Mehrfach per Einschreiben an das Bundeskanzleramt<\/h3><p>Auch beim Bundeskanzleramt wurde nachgehakt. Ren\u00e9 Krombholz schildert: Der offene Brief wurde mehrfach per Einschreiben dorthin geschickt. Die damalige Auskunft habe dennoch gelautet, keines dieser Einschreiben sei angekommen. F\u00fcr ihn bleibt das eine ern\u00fcchternde Erfahrung: Selbst der wiederholte formelle Versand f\u00fchrte nach seiner Darstellung nicht zu einer inhaltlichen Antwort.<\/p><p style=\"font-size:14px;color:#625b57\">Erg\u00e4nzung nach pers\u00f6nlicher Schilderung von Ren\u00e9 Krombholz. Ein gesichertes Versanddatum und Zustellnachweise sind dieser \u00dcbersicht nicht beigef\u00fcgt.<\/p><\/section>\n<section style=\"padding:24px 0;border-bottom:1px solid #ded5ce\">\n<h3>Ein weiterer offener Brief an Christian Lindner<\/h3>\n<p>Ausgehend von einer ihm zugeschriebenen Aussage zur Vermittlung Arbeitsloser bat Krombholz um Stellungnahme. Thema waren erneut die erfolglose Personalsuche trotz offener Stellen, die Bek\u00e4mpfung von Schwarzarbeit und die Durchsetzung von Mitwirkungspflichten. Der Text nimmt auf die B\u00fcrgergeld-Debatte Bezug; ein eindeutiges Briefdatum fehlt. Eine zugeh\u00f6rige Antwort liegt nicht vor.<\/p>\n<\/section>\n<section style=\"padding:24px 0;border-bottom:1px solid #ded5ce\">\n<h3>Hintergrund: Was im Salon ankommt<\/h3>\n<p>Die Beispielgeschichte \u201eFriseurmeister Ehrlich\u201c veranschaulicht die Kritik an unterschiedlichen Wettbewerbsbedingungen. Sie ist ein zugespitztes Rechen- und Erz\u00e4hlbeispiel, kein Bericht \u00fcber einen konkret benannten Salon.<\/p>\n<p>\u201eDie Zukunft l\u00e4sst hoffen\u201c erweitert den Blick auf Ausbildung, Qualit\u00e4t, Preise, B\u00fcrokratie und Eigeninitiative. Die Botschaft: Politische Rahmenbedingungen sind wichtig. Zugleich m\u00fcssen Salons selbst handeln, sich weiterbilden, ihre Kalkulation pr\u00fcfen und miteinander sprechen. Eine pauschale Schuldzuweisung an Kammern oder einzelne Gruppen greift zu kurz.<\/p>\n<\/section>\n<footer style=\"max-width:920px;padding-top:28px\">\n<h2 style=\"font-size:30px\">Wir bleiben im Gespr\u00e4ch.<\/h2>\n<p>Diese Briefe stehen f\u00fcr viele Stunden Arbeit, Gespr\u00e4che und die Hoffnung, etwas zu ver\u00e4ndern. Nicht jede Nachfrage f\u00fchrte zu einer Antwort. Nicht jede Antwort brachte eine L\u00f6sung. Trotzdem ist Schweigen keine Alternative.<\/p>\n<p><strong>Was unser Handwerk bewegt, geh\u00f6rt auf den Tisch. Klar in der Sache \u2013 und mit dem Willen, gemeinsam weiterzukommen.<\/strong><\/p>\n<details style=\"font-size:14px;color:#625b57;border-top:1px solid #ded5ce;padding-top:18px\"><summary style=\"cursor:pointer;color:#94172b;font-weight:bold\">Dokumentengrundlage und zeitliche Einordnung<\/summary><p>Zusammengef\u00fchrt wurden der Scholz-Brief, Anschreiben an die Politik, Agenda in Word und PDF, Presseerkl\u00e4rung, \u201eRettet das Handwerk\u201c, Feedback, der Kahrs-Brief in Word und PDF, die FDP-Antwort, die BMF-Nachfrage, \u201eNach 3 Monaten\u201c und B\u00f6singers Schreiben vom 6. Dezember 2018. Die Juli-2022-Aktion umfasst \u201eOffener Brief\u201c, \u201ehubertus\u201c, \u201erobert\u201c und \u201ePresse Sommer22\u201c. Erg\u00e4nzend ber\u00fccksichtigt sind \u201eLindner\u201c, \u201eFriseurmeister Ehrlich\u201c und \u201eDie Zukunft l\u00e4sst hoffen\u201c. Gleichlautende Fassungen erscheinen nicht doppelt. Die Zwischenbilanz ist anhand ihres Abstands zur Ver\u00f6ffentlichung ungef\u00e4hr November 2018 zugeordnet; die erg\u00e4nzende BMF-Nachfrage tr\u00e4gt kein eigenes gesichertes Datum.<\/p><p>Die Zusammenfassungen geben historische Anliegen und Antworten wieder. Damalige Rechtsauffassungen, Sch\u00e4tzungen und politische Bewertungen werden nicht als aktuelle Rechtsauskunft oder pauschaler Tatsachennachweis \u00fcbernommen. Die Originaldateien bleiben unver\u00e4ndert.<\/p><\/details>\n<\/footer>\n<\/div>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ansprechen. Nachfragen. Dranbleiben. Der Ehrliche darf nicht der Dumme sein. Wer im Salon Verantwortung \u00fcbernimmt, braucht faire Bedingungen. Deshalb haben wir uns immer wieder an die Politik gewandt: mit offenen Briefen, konkreten Fragen und der Bitte, die Wirklichkeit unseres Handwerks ernst zu nehmen. 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